Personal­dienstleister sehen "Equal Pay" mit gemischten Gefühlen – Kunden­unternehmen fordern bessere Kommu­nikation « markenfrische

Personal­dienstleister sehen „Equal Pay“ mit gemischten Gefühlen – Kunden­unternehmen fordern bessere Kommu­nikation

Equal Pay bewegt und erregt die Gemüter sowohl bei Personaldienstleistern wie auch bei Personalverantwortlichen auf Kundenseite. Eine aktuelle Umfrage von markenfrische Kommunikation zeigt ein Stimmungsbild über die aktuellen Haltungen und Erwartungen auf beiden Seiten.

Im Befragungszeitraum April bis Mitte Mai 2012 – also kurz vor Abschluss des Tarifvertrags zwischen VGZ und IG Metall – nahmen 104 Mitarbeiter von Personaldienstleistern bzw. HR-Verantwortliche auf Kundenseite an der Online-Befragung teil.

In der persönlichen Haltung der Befragten wird „Equal Pay – gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ bei knapp 90% der befragten Personalverantwortlichen positiv aufgenommen, auf Seiten der Personaldienstleister zu 60%. Lediglich 11% der Befragten auf Kundenseite stehen Equal Pay kritisch gegenüber, bei Mitarbeitern von Personaldienstleistern steigt dieser Wert auf 28% an. Die „offiziellen“ Haltungen der Unternehmen auf beiden Seiten differieren zur persönlichen Einstellung – die Werte fallen auf 44% (Personalverantwortliche) und 48% (Personaldienstleister) ab.

Die Auswirkungen von Equal Pay auf die Zeitarbeitsbranche werden in beiden Teilnehmerfeldern negativ beurteilt. So gehen fast 70 % der befragten Mitarbeiter von Personaldienstleistern davon aus, dass sich die Zahl der Zeitarbeitnehmer in den Unternehmen reduzieren wird. 28% der Befragten rechnen sogar damit, dass sich die Zahl der Zeitarbeitnehmer stark reduzieren wird.

Unterschiedlich wird der Kommunikationsbedarf zum Thema Equal Pay beurteilt. Fühlen sich 58% der Mitarbeiter von Personaldienstleistern ausreichend informiert und sehen hier keinen weiteren Handlungsbedarf, so fordern fast zwei Drittel der Beteiligten auf Kundenseite, deutlich besser von ihren Personaldienstleistern informiert zu werden. Ein Wert von lediglich 25% Zufriedenheit sollte manchem Zeitarbeitsunternehmen zu denken geben.

Für Personaldienstleister und Zeitarbeitsunternehmen bedeutet Equal Pay also nicht nur, dass die Überlassungsvergütungen angepasst und Prozesse optimiert werden müssen, sondern auch, dass die bevorstehenden Änderungen Eingang in die Unternehmenskommunikation und über diese den Weg zum Kunden finden müssen.

Lösungsansätze hierfür bieten die Beratungsworkshops „Equal Pay richtig kommunizieren“ sowie „Equal Pay richtig verhandeln und argumentieren“, die gemeinsam von markenfrische Kommunikation und Truchseß Sales & HR Consulting durchgeführt werden.

3 Kommentare

  1. 26. Mai 2012 bei 8:01

    In diesem Geschäft darf man nie zurück blicken, sondern nur die aktuellen Möglichkeiten betrachten und die Chancen für die Zukunft ausloten. Es ist eigentlich ganz einfach: Arbeitnehmerüberlassung ist nur dann ein Geschäft, wenn es für alle Beteiligten etwas bringt. Ich denke, es ist enorm wichtig, dass sich alle Beteiligten mit den neuen „Spielregeln“ vertraut machen müssen. Dazu habe ich eine Matrix aufgebaut, die Entscheidungshilfen dafür bietet, unter welchen Prämissen Zeitarbeit, „Free Lance“ oder Werkvertäge sinnvoll sind.

    Die Unternehmen tragen als „Entleiher“ letztlich immer das grösste Risiko – und müssen für die Fehler der Vergangengheit nun bitter bezahlen. Dabei ist alles so einfach…..

    Harald Joerke

    RekruTeam

    • 26. Mai 2012 bei 11:54

      Hallo Herr Joerke,

      Danke für Ihren Kommentar. Ich gebe Ihnen Recht: Es geht vor allem darum, Chancen und Möglichkeiten auszuloten und die Geschäftsmodelle auf die aktuellen Herausforderungen anzupassen. Allerdings lohnt es durchaus, dabei auch zurück zu blicken – und aus den Themen, die in der Vergangenheit nicht optimal liefen, zu lernen.

      Ihre Matrix klingt interessant. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir dazu ein paar Informationen zukommen lassen würden.

      Beste Grüße und schöne Pfingsten

      Andreas Schöning

      • 20. Juli 2013 bei 10:41

        Hallo Herr Schöning,

        ich traue mich eigentlich schon gar nicht mehr, mich bei Ihnen blicken zu lassen – irgenwie war der Kontakt „weg“ und jetzt habe ich Sie durch Zufall wiedergefunden. Meine Webseite und meine Matrix werden aktuell überarbeitet.

        Wenn Sie mir Ihre Studie schicken, habe ich auf jeden Fall Ihre Kontaktdaten und dann machen wir einfach weiter.

        …. Übrigens, inziwschen habe ich das Gefühl, dass im ANÜ-Bereich immer noch stark „getrickst“ wirs – überwiegend zum nachteil der Beschäftigten..

        Herzliche Grüße

        Harald Joerke

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